Ein Stückchen Tiger steckt in jeder Katze - und noch vieles mehr
Unsere Hauskatze stammt von der Falbkatze ab und wurde vermutlich in Mesopotamien oder Palästina schon 6.000 v.Chr. domestiziert.
Die Falbkatze, auch Nubische Katze genannt, besitzt eine Rumpflänge von ca. 50 cm und eine Schwanzlänge von ca. 25 cm. Die Fellzeichnung ist auf dem Rücken fahlgelb bzw. fahlgrau, wird an den Seiten heller und zeigt sich am Bauch weißlich. Am Rumpf und an den Beinen lassen sich dunkle, schmale Querbinden erkennen, am Oberkopf und im Nacken weist sie acht schwarze Längsbinden auf. Der Schwanz ist auf der Oberseite fahlgelb, unten weiß, schwarz geringelt und zeigt eine schwarze Spitze.
Falbkatzen sind in ganz Afrika mit Ausnahme der Wüstenregionen vorzufinden, außerdem auf den italienischen Inseln Sizilien und Sardinien. Sie leben in einer Vielzahl von Habitaten, von der Halbwüste über die Savanne bis zum tropischen Regenwald.
Die Falbkatze ist im Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen gelistet. Der Handel mit Falbkatzen ist damit stark eingeschränkt. Die größte Gefahr droht der Falbkatze jedoch im Gegensatz zu anderen Katzenarten weder durch den Menschen noch durch den Rückgang des Lebensraums, sondern durch die häufige Vermischung mit verwilderten Hauskatzen.
Die Katze galt schon immer als ein Tier voller Rätsel. Und auch heute noch hält sie mit der ihr nicht ganz zu Unrecht zugeschriebenen Zähigkeit am Bild einer geheimnisvollen und meistens unberechenbarer Kreatur fest, und das allen Forschungen von Ethologen, Ökologen und Wildtierbiologen zum Trotz.
Betrachten wir also Katzen als das was sie sind, nämlich als intelligente Tiere, als Kumpel oder sanftmütige Freunde, die eben ihre Gewohnheiten, Charakterzüge und manchmal auch ihre Launen und Fehler haben, wie wir und andere Lebewesen auch, dann haben wir schon viel gewonnen, wenn es darum geht, mit Katzen zu leben und auch, wenn so ein Tier einmal unsere Hilfe braucht.